Ukraine News

Berichte über getätigte Versorgungsfahrten in die Ukraine. 
Für eigene Berichte bitte als Benutzer einloggen. Die Freischaltung des Berichts erfolgt dann über den Administrator. 

Anstehende Hilfseinsätze im Mai

Ankündigung des nächsten Hilfseinsatzes

Wir sind dankbar für die bisherigen Beziehungen und die Türen, welche sich uns geöffnet haben. Wir sehen, das unsere Arbeit in diesen Menschen unmittelbar die Not lindert. Und wenn wir auch nur eine kleine Kraft in diesem Krieg sind, so fühlen wir uns doch reichlich gesegnet in dieser Arbeit.

Diese offenen Türen und die Kontakte zu unseren ukrainischen Geschwister wollen wir nun weiter pflegen. Deshalb haben wir unsere weitere Unterstützung zugesagt. Natürlich in Abhängigkeit der Mittel, die uns zur Verfügung stehen. Um diese bitten wir Euch auchheute wieder im Namen unserer leidenden Geschwister in diesem gebeutelten Land.

Wir werden kurzfristig einen nächsten Termin festlegen, sobald wir absehen können, dass genug Mittel vorhanden sind. Wir streben einen Betrag von ca. 10.000,00 an.
Bitte beachtet, dass wir in der Osterwoche bis 25.04.2022 keine Waren annehmen können. Das Warenlager ist erst wieder ab diesem Termin besetzt.

Benötigt werden vorzugsweise Kleider und Decken. Medizinprodukte zur Wundversorgung, müssen wir ebenfalls  in Deutschland einkaufen. Lebensmittel und Konserven benötigen wir nicht, da wir diese preisgünstiger und ohne Transportkosten in der Ukraine direkt einkaufen können. Wir bitten Euch hier um Geldspenden, damit wir vor Ort einkaufen könmnen. Die Preise für Grundnahrungsmittel sind günstiger vor Ort, und der Rest ist meist sehr ähnlich zu unseren Preisen in Deutschland.

Spendenkonto: Life-project e.V. VR-Bank AA IBAN: DE40614901500024414000

Danke für Euere Gebete, Gaben und Spenden!

Ab 25. April werden wir hier wieder unseren aktuellen Spendenstand veröffentlichen.

IHM sei alle Ehre!

Abrechnung letzte Hilfsfahrt Ukraine 02. - 05.04.2022

Wie wurden Eure Spendengelder verwendet?

Wir habe  nun die Schlussabrechnung unserer letzten Aktion vollständig abgerechnet und insgesamt 9253,63 Euro Eurer Sperndengelder in Eurem Sinne und entsprechend unserem Satzungszweck von Life-project angelegt. Alle Geldeingänge wurden nur für unmittelbare Projektkosten abgerechnet. Lohnkosten fallen bei uns nicht an, da alle beteiligten Mitarbeiter ehrenamtlich arbeiten.

Die Ausgaben teilten sich wie folgt auf:

 

Abrechnung Ukraine Hilfseinsatz Life-project e.V 02.-05.4.22
       
Text Beleg-Nr. Datum Betrag excl. MwSt Betrag incl. MwSt. Start / Rest  
Anfangsabhebung Bar Life-Project Spendenkonto   29.03.22     8.000,00 € bar
OMEGA Sorg Gastro Großhandel R. 1031311311 1 01.04.22 1.097,06 € 1.173,85 € 6.826,15 € bar
Autohaus Spiegler Reifen für Vito Ukraine 2 29.03.22 231,60 € 275,60 € 6.550,55 € bar
Tankbeleg AA-JC-1111 Sprinter 3 02.04.22 98,78 € 116,13 € 6.434,42 € bar
Vignette Österreich 4 02.04.22 9,60 € 9,60 € 6.424,82 € bar
Vignette Ungarn (7630 Forint entspricht 21,00 €) 5 02.04.22 21,00 € 21,00 € 6.403,82 € bar
Tanken Ungarn 29931 Forint für 62,3 L 5-1 02.04.22 90,46 € 90,46 € 6.313,36 €  
Vignette Rumänien 14 RON 6 02.04.22 4,00 € 4,00 € 6.309,36 € bar
Tanken Rumänien 30,0395L. Bezahlt mit 50,00 7 03.04.22 50,00 € 50,00 € 6.259,36 € bar
Tanken in Ukraine 748,60 Lei ca. 30 Liter 8 03.04.22 30,00 € 30,00 € 6.229,36 € bar
Metro Czernowitze 15779,77 Griwson Kurs: 34,3 9 04.04.22 460,05 € 460,05 € 5.769,31 € bar
Metro Czernowitze 15474,90 Griwson Kurs: 34,3 10 04.04.22 451,16 € 451,16 € 5.318,15 € bar
Metro Czernowitze 16720,75 Griwson Kurs: 34,3 11 04.04.22 487,49 € 487,49 € 4.830,66 € bar
Metro Czernowitze 2250,80 Griwson Kurs: 34,3 12 04.04.22 65,68 € 65,68 € 4.764,98 € bar
Metro Czernowitze 41982,06 Griwson Kurs: 34,3 13 04.04.22 1.223,97 € 1.223,97 € 3.541,01 € bar
Metro Czernowitze 15567,36 Griwson Kurs: 34,3 14 04.04.22 453,54 € 453,54 € 3.087,47 € bar
Metro Czernowitze 15474,90 Griwson Kurs: 34,3 15 04.04.22 306,79 € 306,79 € 2.780,68 € bar
Bargeldübergabe an die Gemeinde Arche der Rettung gegen Quittung 17 04.04.22 87,46 € 87,46 € 2.693,22 € bar
Restaurantbesuch im Metro 5 Personen 2225 Griwson Rest hat Boris bezahlt. UK-Währ. war dann verbraucht. ohne Beleg 04,04.22 64,86 € 63,86 € 2.629,36 € bar
100,00 an Boris zum Tanken (beinhaltet Beleg 18 18 04.04.22 100,00 € 100,00 € 2.529,36 € bar
Bargeldübergabe an Pastor VitaliZhurik Baptistengemeinde 19 04.04.22 1.500,00 € 1.500,00 € 1.029,36 € bar
Geldübergaben an Costia in Suceava, Rumänien auf Rückweg. Renovierung Flüchtlingsunterkunft. 20 04.04.22 500,00 € 500,00 € 529,36 € bar
Tanken Rumänien 45,77 RON 21 05.04.22 90,20 € 90,20 € 439,16 € bar
Essen mit Flüchtlingsfamilie Raststätte 6 Ukr. Pers.+Kinder zzgl 3 Euro Trinkgeld 22 04.04.22 66,44 € 66,44 € 372,72 € bar
Tanken Rückweg Ungarn 29399 Ft. 23 05.04.22 90,46 € 90,46 € 282,26 € bar
Tanken Rückweg Dachau 24 05.04.22 142,56 € 142,56 € 139,70 € bar
Volltanken Ankunft Aalen (KFZ von Konstantin war bei Abfahrt ebenfalls vollgetankt) 25 05:04:22 48,40 € 48,40 € 91,30 € bar
Zwischensumme Barkasse     7.771,56 € 7.908,70 € 91,30 € bar
Restbetrag von 91,30 wird wieder einbezahlt auf Life-Project Konto            
             
             
Hartmann Einkauf Verbandsmittel R.-Nr. 6463048062    30.03.22 1.010,18 € 1.202,11 €    
Brosch LPDE 60 Liter Säcke R.-Nr. 2203-02354    31.03.22 120,00 € 142,80 €    
Zwischensumme Rechnungskauf     1.130,18 € 1.344,91 €    
Gesdamtausgabe für diese Fahrt         9.253,61 €  
             
Für Metroeinkauf in Ukraine: umgetauscht 3600,00 €       3.600,00 €    

 

Wir bedanken uns an alle Spender für Eure Gebete und Gaben.

Der nächste Hilfseinsatz wird wieder statfinden, sobald genug MIttel vorhanden sind, um die wir Euch herzlich bitten.  Wir werden Euc auch auf dem Laufenden halten, sobald wir weitere Rückmeldungen von unseren Geschwistern in der Ukraine haben.

Für die Richtigkeit der Angaben:  Life-Project e.V. Gert Pohl, 15.04.2022

 

Hilfstransport Aalen nach Czernowitz, Ukraine

Hier nun versuche ich Euch etwas detaillierter zu informieren. Einen Kurzbericht unmittelbar nach Rückkehr, findet Ihr weiter unten.

Bei diesem Transport waren wir nur mit einem Sprinter unterwegs. Dafür hatten wir aber 8.000,00 Euro Eurer Spendengelder dabei, mit dem Ziel, unsere Hilfsgüter entweder an einer vorbereiteten Stelle in Rumänien nahe der Grenze zu kaufen, oder evtl. sogar die Möglichkeiten in der Ukraine auszuloten, und in den benötigten Mengen hauptsächlich Lebensmittel zu besorgen. Wir hatten gehört davon, konnten dies aber nicht recht glauben, weil nahezu alle Organisationen, zu welchen wir Kontakt hatten, entweder die Lebensmittel (allermeistens) von Deutschland aus, in Einzelfällen von grenznahen Städten außerhalb der Ukraine besorgten. Das mag praktikabel sein, für einen Sattelschlepper, aber nicht wenn wir mit unseren Kleinbussen und Anhängern wie bei unserem letzten Transport für ca. 30 Kubikmeer Hilfsmittel ca. 2.500,00 Euro Benzin und Diesel auf der Straße lassen (zzgl. 10 Fahrer und Überrnachtungs- Pannen- und Verpflegungskosten).

20220401 172402 Mittel

Hier unsere gesammelten Hilfsgüter. Schlafsäcke, Decken, Winterkleidung und medizinische Artikel wie OP-Kittel, FFP-2 Masken, Einmalhandschuhe, etc. Rechts 4 Reifen für einen ukrainischen Vito von Fa. Spiegler zum Sonderpreis von Harald.
Vorn in der MItte für ca. 1.200,00 Euro Konserven von Omega-Sorg.
Zusätzlich hatten wir noch für 1.000,00 Euro Verbandsmaterial (nicht im Bild) von Fa. Hartmann in Heidenheim zugekauft.

--------------------

20220401 190352 Mittel

So sah das dann aus, als am Freitag Abend fast alles verpackt war.

----------

20220402 071312 Mittel

Samstag früh trafen wir uns dann zur Abfahrt: Konstantin, Gert, und die beiden Ukrainer Boris und Oleg, die wieder mit uns mitfuhren.

20220402 081013 Mittel

Die Fahrt war anstrengend, aber rund 24h später haben wir dann über Österreich, Ungarn, und Rumänien endlich die ukrainische Grenze ohne Probleme passiert.
Die lange Fahrt erspare ich Euch.
Bilder zu machen war allerdings an der ukrainischen Grenze nicht gestattet.

20220403 064750 Mittel

Hier hatten wir dann unsere erste Rast an einer Tankstelle in der Ukraine. Auf dem Foto hatten wir bereits getankt. Als wir dort ankamen, war es noch halbdunkel und sah geschlossen aus. Die Preistafeln waren nicht beleuchtet, genausowenig wir die Zapfsäulen. Das Benzin war rationiert auf 30 Liter und man merkte dann doch, dass Krieg im Land ist.

----------

Weiter ging es auf teilweise gut ausgebauten Fernstraßen aber immer sehr holprigen Landstraßen. Die Zeichen des Krieges waren nicht zu übersehen wie die Straßensperren zeigten. Manchmal besetzt, aber in den ländlichen Gebieten meist ohne Soldaten.

20220403 073323 Mittel

----------

Unsere erste Station war eine kleine Baptistengemeinde auf dem Land im Südwesten der Ukraine. Das Dorf das wir anfuhren heißt Anadoly in Chernivtsi Oblast.

Eine kleines Dorf in sehr ländlicher Gegend, aber mit sehr liebenswerten Menschen, die einen zufriedenen Eindruck machen (wenn man mal vom Krieg absieht) und sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet haben. Uns sind diese Geschwister sehr freundlich, aufrichtig und sympathisch begegnet. Trotz Sprachbarriere - was ich sehr bedauere - war auf Anhieb eine innere Verbundenheit spürbar. Ich staune immer wieder - ob in Afrika oder Ukraine - wie der Geist Gottes über Kulturen und Sprachbarrieren hinweg, sofort Brücken zwischen uns Menschen baut.

So sind wir dann noch früh am Tag in Anadoly angekommen, wurden herzlich empfangen und haben erstmal einen Teil unserer Ladung ausgeladen.

20220403 074918 Mittel20220403 074955 Mittel20220403 075108 Mittel20220403 080116 Mittel

Schnell waren die Hilfsgüter mit vereinten Kräften in das rückseitige Nebengebäude der Gemeinde verstaut. Dies ist der Umschlagsplatz in diesem Ort, wo alle Aktivitäten des Ortes zusammenlaufen.
Wir ihr sehen könnt, ist das Gebäude noch nicht sehr alt. Wenn man die ärmlichen Häuser drumherum ansieht, und auch das Haus des Pastors Vitalij, wo wir anschließend zum Essen eingeladen waren, erkennt man schnell wieviel Arbeit hier viele Leute geleistet haben, und eigene Bedürfnisse zurückstellen. Diese Gemeinde wurde zudem weitgehend in Eigenleistung und Kooperation mit anderen Gemeinden errichtet. Die Menschen hier sind handwerklich sehr versiert.
Wenn Ihr den Schriftzug nicht lesen könnt, hier steht: HAUS DES GEBETS

Wie haben für diese und zukünftige Hilfsaktionen ovale Papieraufkleber drucken lassen. Dies hat den Hintergrund, dass wir, wo immer es möglich ist, die Lieferkette bis zu den Empfängern verfolgen können. Wir haben generell unsere Geschwister gebeten, einige Fotos zu machen, damit unsere Spender sehen, dass die Hilfsgüter auch bei den Empfängern ankommen. Wir glauben, dass dies angesichts der Berge von nicht weitergeleiteten Hilfsgütern z. B. an der polnisch - ukrainischen Grenze sinnvoll ist. Hier geht es nicht um unsere Ehre, oder die Ehre von Life-project, sondern um einen Nachweis des verantwortungsvollen Umgang mit unseren Spendengeldern. Wir freuen uns auch darüber, dass unsere Geschwister dies mit Freuden dokumentieren und wir dies auch veröffentlichen dürfen.

lp logo35x17

----------

Leider war unsere Zeit begrenzt. Aber wir haben es uns nicht nehmen lassen, eine Einladung zum Frühstück zu folgen und sind bestens versorgt worden.

IMG 20220403 WA0019 Mittel

Von links nach rechts: Bruce, ein amerikanischer Missionar, Boris unser Ukraine Führer, Gert, Konstantin, Die Frau des Pastors (sorry ich habe Ihren Namen vergessen) und Vitalij, der Pastor dieser kleinen Gemeinde. Vitalij ist ein sehr bescheidener Mensch und wohnt in diesem Haus nur einige Meter von der Gemeinde entfernt mit seiner Familie.
Bruce ist amerikanischer Missionar aus der Grace-Community in Los-Angeles. Bruce ist mit seiner Familie bereits seit Anfang der Neunziger Jahre als Missionar hier in dieser Gegend und war gekommen um uns zu besuchen. Wir konnten uns nur kurz aber gut in englisch unterhalten, was mich wieder sehr gefreut hat. Wie die genaue Verbindung zu dieser Gemeinde ist, wissen wir (noch) nicht.

Unten: Unweit von der Gemeinde ist das Haus von Pastor Vitalji (2. von rechts), leider etwas verdeckt.

IMG 20220409 WA0003

 

Hier unten zeigen wir Euch noch Bilder, die wir von dieser Gemeinde in den letzten Tagen bekommen haben. Sie dokumentieren einige der Empfänger unserer Hilfsgüter und etwas die Arbeit, die unsere Geschwiser vor Ort leisten.

IMG 20220408 WA0002 MittelIMG 20220408 WA0007 MittelIMG 20220408 WA0005 MittelIMG 20220408 WA0008 MittelIMG 20220408 WA0035IMG 20220408 WA0004 Mittel

Unten: Die Frauen der Gemeinde kochen Essensrationen für Ihre Soldaten an der Front. Diese werden dann in Autos verladen und nicht selten fahren die Frauen auch mit und kümmern sich um die Verteilung.

IMG 20220408 WA0019 MittelIMG 20220408 WA0015 MittelIMG 20220408 WA0009 Mittel

Auf den Essensbechern steht folgender Text:

Komm wieder gesund und am Leben zurück. Hilfe für meinen Helden - Liebling, wir beten für Dich!
Ps: Vergiss nicht, diesen Behälter zu wenden.

Nach ungefähr 2 Stunden machten wir uns also wieder auf den Weg.
Überwältigt von der Gastfreundschaft und dem Engagement dieser Geschwister, wussten wir bereits, dass sich der lange Weg gelohnt hat.

----------

Unsere nächstes Ziel

Unser nächste Station lag im Gebiet einer größeren Stadt mit Namen Czernowitz. In der Umgebung von Czernowitz liegt eine Siedlung mit Namen Schischkowtsi. Hier gibt es einen Zusammenschluss von 13 Gemeinden unterschiedlicher Ausrichtung, die sich zusammengeschlossen haben, um Ihrem Land in der Not beizustehen. Der Pastor einer größeren Gemeinde, gleichzeitig Koordinator, heißt Leonid, den wir dort treffen wollten. Dieser Kontakt kam über Boris zustande, dessen Familie wir beim letzten Hilfstransport nach Deutschland überführten und welcher hier mit diesen Geschwistern in der Ukaine Hilfe leistet.

Unsere erster Halt war deshalb in dem Dorf Schischkowtsi bei Boris Gemeinde. 

Da Sonntag war und gerade Gottesdienst stattfand, hatten wir noch Gelegenheit in dieser Gemeinde ein Grußwort von Euch zu sagen und ich konnte meinen ersten Gottesdienst auf ukrainisch miterleben.

Nicht dass ich etwas mitbekommen hätte. Aber diese Gemeinde ist - wie sicher momentan alle Gemeinden in der Ukraine - eine leidende Gemeinschaft. Ich habe es in meinem Vorbericht bereits erwähnt und es waren für mich die emotionalsten Minuten, mitzuerleben, wie diese alten Männer in Ihren Schmerzen beten und die Frauen über Ihre Männer wehklagen und Ihre Gebete zu Gott herausschreien. Es gibt hier einfach keine Sprache mehr, um dieses Leiden in dieser Situation in Worte zu fassen. Ich merke auch, wie ich immer sentimentaler werde im Alter und es hat mich ziemich mitgenommen.

Selig sind, die da Leid tragen, denn Sie sollen getröstet werden.

Diese Worte aus dem Matthäusevangelium bekommen an diesem Ort eine ganz besondere Bedeutung. Wir haben Geschwister getroffen die sich im Umgang miteinander nicht beklagen, jammern oder sich in Ihrem Schmerz zurückziehen. Das Gegenteil ist der Fall. Es sind die Frauen, die Ihre Männer unterstützen und Ihnen Mut zusprechen, für Ihr Vaterland zu kämpfen. Diese Frauen suchen und finden Ihren Trost bei Gott und ebenso die Männer, mit denen wir gesprochen haben, sind nicht am zweifeln oder verzagen. Der Zusammenhalt und ein zumindest in diesen Zeiten sehr intensiver Rückhalt durch den Glauben an unseren Herrn, welcher durch die Ortsgemeinde wirkt, hat mich sehr beeindruckt. Wir treffen hier Geschwister, die Ihre äußerste Not bei Ihrem HERRN abladen um anschließend gestärkt und mit einer Zuversicht in den Krieg zu ziehen. Ihr eigenes Wohlergehen steht zugunsten des Nächsten zurück. Solches Gottvertrauen hätte ich mir nicht vorstellen können und ich zweilfle an mir selber, dies in einem Kriegsfall selbst in dieser Weise zu leben.

Unten: Hier ist das kleine Gotteshaus. Über dem Torbogen steht: Gott ist Liebe

20220403 103622 Mittel

Bilder während der Versammlung haben wir uns nicht getraut, da wir während des Gottesdienstes reinplatzten und keine Zeit zu fragen war.

Tief beeindruckt von diesem Gottesdienst, fuhren wir dann zu Boris, dessen Rest-Familie uns hervorragend verköstigte und uns einen sehr komfortablen Schlafplatz zur Verfügung stellte.

Wir waren sehr dankbar für die Gastfreundschaft und genossen am Abend noch eine holzbeheizte ukrainische Männer-  Sauna mit Brunnenwasseraufguss und Sitzbadewanne. Auch ein besonderes Erlebnis.

Auf zu Pastor Leonid

Sehr gut ausgeschlafen und erholt, machten wir uns auf zu unserem  nächsten Zielort ganz in der Nähe, wo wir Pastor Leonid treffen sollten.

Diese Gruppe hat ein altes Sportgelände, welches anfangs der Neunziger Jahre stillgelegt wurde, wieder hergerichtet und daraus eine Aufnahmestation für aus dem Krieg vertriebene Familien gemacht. Hier kommen Familien an, die oft Ihre Häuser und Existenz verloren haben. Sie werden hier mit dem Nötigsten versorgt, bekommen familienweise ein Zimmer mit Betten und werden mit Kleidung, medizinisch und mit Essen versorgt. Nach wenigen Tagen werden sie dann weiter geleitet auf die weiteren Fluchtrouten.
Die Kapazität beträgt ca. 150 Menschen. Als wir dort ankamen, hatte am Vortag eine Gruppe aus dem befreiten Irpin die Unterkunft verlassen und es waren noch ca. 40 Menschen dort. Es gab dort die Bitte, die traumatisierten  Flüchtlinge nicht zu fotografieren, der wir natürlich nachgekommen sind.

Die Grausamkeit des Krieges
Die Berichte, die wir hier hörten von den Menschen, die  an diesem Wochenende aus Irpin befreit worden waren, dort ankamen und die Bilder, welche auf Ihren Handys gemacht wurden, sind einfach nur unmenschlich und man kann nicht erfassen, wozu Menschen im zwanzigsten Jahrhundert fähig sind.
Wir werden dies nicht groß kommentieren und auch die Bilder nicht veröffentlichen, die wir dazu bekommen haben. Es gibt für diese elenden Grausamkeiten keine Worte mehr.
Hier sollen wir einfach nur beten für diese geschundenen Menschen und Kinder, deren tote Körper Ihrer Verwandten derzeit auf der Straße liegen, und selbst diese Leichen von den aus Irpin abziehenden russischen Soldaten vermint wurden und so streunenden Hunden zum Fraß dienen. Ihre Angehörigen können sie nicht bergen und bestatten, bevor nicht Minensucher Ihre Arbeit verrichtet haben.

----------

Bei dieser Gruppe von Gemeinden sind die Dimensionen in Allem etwas größer. Unten zeige ich Euch Bilder von dem Gebäude:

IMG 20220408 WA0026IMG 20220408 WA0034

Es gibt noch eine schöne Großküche und einen Essraum in diesem großen Gebäude. Hierzu habe ich leider keine Fotos. Der Gang mit den Zimmertüren ist vom mittig gelegenen Eingang aufgenommen und hat in entgegengesetzter Richtung nochmal die gleiche Länge. Es bietet etwa ca.150 Menschen Platz.

Unten: Direkt neben dem Gebäude befindet sich ein großer Bunker aus den dreißiger Jahren, der noch gut in Betrieb ist. Hier werden Lebensmittel kühl gelagert. Im Bedarfsfall können Menschen einige Meter unter der Erde Schutz finden.

IMG 20220408 WA002820220403 161904 Mittel

 

Unten: Wir haben bei Leonid den Rest unseres Autos entladen. Insbesondere ca. 1 Kubikmeter Verbandsmaterialien, welche wir bei Fa. Hartmann eingekauft hatten, wurden schon erwartet. Aber auch der Rest unserer 4,2 kg-Dosen Gulschsuppe und Erbeseneintopf wurde gern angenommen.

20220403 162013 Mittel20220403 161355 Mittel

Pastor Leonid, der diese Arbeit begonnen hat und innerhalb des Gemeindeverbundes koordiniert. Rechts davon Konstantin Schneider aus Aalen und für Life-project unterwegs.

Ohne Konstantin wären wir hier übrigens aufgeschmissen. Er ist als Russlandsdeutscher unser Universalübersetzer auch für Ukrainisch / Deutsch.

Nach dem abladen, saßen wir noch bei Kaffe und Gebäck zusammen und besprachen das weitere Vorgehen. Leonid freute sich über den Vorschlag, im Metro einkaufen zu gehen. Er stellte uns zwei junge Männer zur Seite, die noch nicht eingezogen wurden. Diese begleiteten uns mit einem Transporter zum Metro.

Dort angekommen, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus!

Großeinkauf bei Metro

Nach einer kurzen Fahrt standen wir auif einem riesen Parkplatz in der Stadt Czernovitz vor einem noch größeren Metro, der in Stuttgart hätte genauso stehen können.

Was dann folgte, nachdem wir 3.500,00 Euro 1:34 in Griwson eingetauscht hatten, kann man am besten in Bildern wie folgt ausdrücken:
(Vergleicht bitte die Preise auf den Preisschildern, falls Ihr das lesen könnt)

20220404 101323 Mittel20220404 101250 Mittel20220404 103404 Mittel20220404 103420 Mittel20220404 104728 Mittel Mittel20220404 104739 Mittel20220404 104925 Mittel20220404 105035 Mittel20220404 111414 Mittel20220404 111557 Mittel20220404 112339 Mittel20220404 113239 Mittel20220404 115715 Mittel20220404 115739 Mittel20220404 114810 Mittel20220404 120510 Mittel Mittel

Wagen für Wagen schoben wir auf den Parkplatz. Hier das Ergebnis:
Für 3500 Euro Lebensmittel und Hygieneartikel eingekauft. Unser Auto war voll. Mit Lebensmittel welche in ukrainisch gelabelt waren, zu einem Preis besser als in Deutschland. Und die gesparten Spritkosten für 3500km kommen oben drauf...
Das Kilo Zwiebeln 50 Eurocent, Karotten ca. 70 Cent pro Kilo, ukrainische Äpfel ca. 30 Cent pro Kilo u. s. w.

Der Transporter war dann doch ziemich voll...

20220404 114924 Mittel

IMG 20220404 WA0004 Mittel

Wer hätte das gedacht! Wir überreichten Pastor Leonid am Ende unseres Einkaufs noch umgerechnet 300 Euro als Beteiligung für die Verbringung der Güter.
Danach machten wir uns dann langsam wieder für die Reise fertig und trafen auf dem Rückweg noch Vitalij, welcher uns eine Gruppe Flüchtlinge zuführte, die wir mit nach Deutschland nahmen.

Es handelte sich dabei um eine vollständige Familie mit 3 Kindern und einer hochschwangeren Frau. Diese sind nun bereits auf dem Weg nach Amerika, wo sie vorhaben dauerhaft bei Verwandten oder Bekannten zu bleiben. Desweiteren um eine Familie mit 3 Kindern, welche mit Ihrem eigenen Fahrzeiug in unserem Schlepptau mitfuhren. Diese Familie hatte ebenfalls eine Anlaufstelle und wurde von Geschwistern der Lebenswert Christusgemeinde nur einige Nächte beherbergt.

Wir beschlossen bereits im Metro unseren Geschwistern in der ersten kleinen Gemeinde in Anadoly noch einen Betrag in Höhe von 1.500,00 Euro zukommen zu lassen. Und so konnten wir uns nochmals die Gelegenheit nutzen um uns ganz praktisch bei Pastor Vitalij zu bedanken für diesen Dienst, den seine Gemeinde und die Familien dort für Ihre Soldaten und Flüchtlinge tun, indem wir Ihm diese Mittel für den Einkauf von weiteren Lebensmitteln und Hilfsgütern in Eurem Namen überreichen durften.

Ich werde in Kürze noch einen detaillierten Abrechnungsbericht über die gesamte Geldsumme von 8000,00 Euro für dieses Projekt erstellen und dies in diesem Blog veröffentlichen. Zum Schluss unserer Reise haben wir noch einen kleinen 3-stelligen Betrag übrig gehabt, den wir für den nächsten Hilfseinsatz verwenden werden.

----------

Ein besonderes Erlebnis!

Wie tiefgläubig dieses Volk der Ukrainer ist, zeigt sich an einer besonderen Begebenheit, die ich unbedingt loswerden muss.

Auf dem Weg zum Metro und auch wieder zurück, fuhren wir eine lange Strecke durch die Stadt Czernowitz. Es ist mir aufgefallen, dass wir an sehr vielen Stellen großen Plakaten in den ukrainischen Farben gelb/blau begegnen. Meist mit kurzen Sätzenin ukrainisch. Ich habe dann nachgefragt, was denn dort so alles draufsteht und war dann eigentlich nicht mehr sehr überrascht, nachdem was wir alles erlebt haben an Gottvertrauen und Patriotismus.

Hier seht Ihr unten ein paar dieser Plakate, die ich spontan aus dem Auto heraus fotografieren konnte:

Eindrücke einer Stadt im Kriegszustand:

IMG 20220404 WA0012 Mittel

vertraue auf den HERRN Sei stark und Dein Herz verzage nicht
(Psalm 27,14)

 

20220404 145243 Mittel

Stunde der Verteidigung des Vaterhauses

 

20220404 145644 Mittel

Wie Du Herr rettest
und die Augen des stöhnenden tröstest

 

20220404 142738 Mittel

Danke Gott
dass meine Augen den Anfang
dieses neuen Tages gesehen haben!

 

20220404 100733 Mittel

Emmanuel Gott mit uns!

 

 20220404 145707 Mittel

 Den ganzen Ruhm Jesus Christus!

 

20220404 100819 Mittel

Sei mit uns HERR,
Bewahre und sei uns gnädig!

 

20220404 100740 Mittel

Gib uns lieber Gott Hilfe,
damit der Feind überwunden wird!

 

20220404 100721 Mittel

 Lebe nach dem Gewissen!

 

20220404 144559 Mittel

Stunde der Verteidigung des Vaterlandes!

 

20220404 142849 Mittel

Mit Dir, mein Gott
erstürme ich Schutzwälle
und springe ich über Mauern.

Psalm 18:30

Vater, wie würde ich mich vor Dir schämen, wenn ich als Soldat in eine eroberte Stadt einziehen und die zerbombten Plakate
dieser Einwohner sehe, welche ich getötet habe!

HERR Jesus, ich bete für die Russen und Tschetschenen welches dieses Land vernichten. Mögest DU Ihnen diese Schande vergeben oder nicht.
Ich bete für Wladimir Putin, in dessen ewiger Seele ich nicht stecken möchte, wenn er vor Deinen Richterstuhl treten muss.

Und Herr Jesus, wir alle beten für unsere Geschwister und deren Kinder, die diese Not Tag für Tag ertragen müssen.

Amen

Aktueller Spendenstand 08.04.2022

Aktueller Spendenstand für die nächste Hilfsaktion einschl. dem Kauf von Hilfsgütern: 3.961,54 Euro! Vielen Dank!

Wir benötigen für die nächste Aktion aus Deutschland im wesentlichen nur Verbandsmaterial zur Wundversorgung und evtl. noch Decken und Schlafsäcke, solange es noch kalt ist. Für die Abgabe von Spenden bitte unter Tel. 0172 7300577 (Gert Pohl) anmelden. Abgabeort ist wieder Aalen, im Heimatwinkel 19 bei Dennis und Loraine Pohl oder gegenüber bei Dombachers Haus-Nr. 26

Lebensmittel werden wieder direkt in der Ukraine besorgt. Wir freuen uns über diese Möglichkeit und staunen, über Eure Bereitschaft uns die dafür notwendigen Mittel bereit zu stellen.
Vielen Dank für Eure Gaben, Euer mitbeten und Engagement. Bis zum Wochenende werde ich es schaffen, unseren ausführlichen Bericht unserer letzten Hilfsaktion hier online zu stellen.

Dem HERRN die Ehre!

Hilfslieferung in die ukrainischen Gemeinden vor Ort 02-05. April 2022

Ein Vorab-Abriss unserer Hilfsaktion - Detaillierter Bildbericht folgt nach Auswertung....

Aufwändiger Beginn!

Einiges hatten wir schon organisatorisch im Vorfeld umgeschmissen und einige Änderungen haben sich ergeben auch aus Berichten und Erfahrungen anderer Organisationen und Privatinitiativen. Und das war gut!

Unser Anliegen war schlussendlich der Aufbau einer effizienten Lieferkette von Hilfsgütern, die wir bis zu den Empfänger nachvollziehen wollten. Das bedeutet eben die drastische Reduzierung von Hilfsgütertransporten über tausende Kilometer. Unter Einsatz von Fahrzeugen, Menschen und damit auch Geld für Benzin, Sprit, Pannen und Übernachtungen und was so alles dazugehört. Zumindest für unsere Mengen ist das alles andere als effizient (wobei wir natürlich das Bedürfnis der Menschen nach "selber etwas tun" nicht unterschätzen dürfen). Aber wenn wir Spendengelder verwalten und in Eurem Auftrag ausgeben, ist das eine andere Verantwortung.

Los geht`s

So fuhren wir (das sind Konstantin aus der "Lebenswert Christusgemeinde Schw. Gmünd" und ich, samt 2 Ukrainern (Boris und Oleg) also los am Samstag früh um 7:30. Nach einem kurzen Gebet und mit nur einem Sprinter (anstatt wie letztes mal mit 5 Fahrzeugen), beladen mit medizinischen Produkten, Gulaschkonserven, warmer Kleidung, Schlafsäcken und Decken. Und natürlich von Euren Spenden 8000,00 als Gesamtbudget für diese Hilfs-Aktion. Davon konnten allein schonmal (im Vergleich zum vorigen Transport mit 5 Fahrzeugen) knapp 2000,00 gespartes Benzingeld mehr in Lebensmittel umgesetzt werden. Wir hatten eine vage Zusage von unseren Kontakten dort, dass es möglich sein sollte, evtl. in Rumänien oder vielleicht sogar in der Ukraine Lebensmittel zu bekommen.

Wir wollten also dort unsere Kontakte, die wir über Gemeindemitglieder und auch Boris (Ihr erinnert Euch, dass ist der Familienvater von 5 Kindern, dessen schwangere Frau und Restfamilie wir beim letzten Transport mitgebracht hatten) geknüpft hatten, mit eigenen Augen sehen und die Verhältnisse dort auch einschätzen.

Jetzt, 2 Stunden nach der Ankunft wieder zu Hause kann ich bereits sagen, dass uns diese Reise unser komplettes Wissen über sinnvolle Hilfeleistungen in der Ukraine über den Haufen geworfen hat.

Unsere 1. Erkenntnis:

Wir hören natürlich die Berichte über Zerstörung und Vernichtung im Land, was uns alle schockiert. Aber wir haben in den letzten 2 Tagen auch gesehen, wie das Land an anderen Gebieten noch immer funktioniert und in weiten Teilen ein (fast) ganz normales Leben stattfindet. Wir haben ohne weiteres in einer ukrainischen Metro einkaufen können. Die Regale waren voll und die Preise sind auch nicht viel anders wie in Deutschland. Für Grundnahrungsmitel wie Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren etc. haben wir ca. die Hälfte des preises bezahlt. Bezüglich der Durchschnittspreise wollen wir diese noch genauer auswerten. Die Bilder und Infos liefere ich noch hinterher in den nächsten Tagen.

Unsere 2. Erkenntnis:

Wir haben Geschwister in der Ukraine kennen gelernt, deren Familien auseinandergerissen sind, deren Häuser Putins Bomben wie Seifenblasen zerplatzen ließen und noch schlimmer, deren Familienangehörige tausendfach sterben müssen, weil ein Mensch Macht bekommt, solch schreckliche Verbrechen zu befehlen. Wir waren am Sonntag im Gottesdienst in einer kleinen Gemeinde auf dem Land. Meist ältere Männer, Frauen und Kinder. Wenige jüngere Männer, da noch nicht alle, aber viele von der Armee eingezogen wurden. Ich für meinen Teil habe nichts von der Predigt verstanden, da ich kein Wort dieser mir sehr fremden Sprache überhaupt verstehe.

Bis dann am Ende der Predigt eine Gebetszeit folgte.
Noch nie in meinem Leben habe ich alte Männer so herzzereissend zu Gott beten hören. Das Wehklagen der Frauen und wie sie um Ihrer Männer Willen zu Gott schrien, hat mich zutiefst berührt. Vermutlich werde ich im Alter immer sentimentaler, aber diesen Schmerz, den die Menschen an diesem Ort des Gebets vor Gott brachten,  hatte das innerste meiner Seele zutiefst berührt. Man kann dies nicht mehr in vernünftige Worte fassen.
Und gleichzeitig wehklagen die Frauen nicht nur über die Männer. In der übergroßen Mehrheit der Familien sind es diese Frauen die Ihre Männer unterstützen und Ihnen Stütze und Halt für Ihren Dienst an der Waffe sind.

Als wir am Sonntag morgen unsere Hilfsgüter ablieferten, bekamen wir bereits am Montag früh eine Nachricht, dass sich noch am selben Tag Geschwister auf den Weg nach Donbas ins Kriegsgebiet aufmachen, um dort die Soldaten mit Verpflegung zu versorgen, Erste-Hilfe zu unterstützen und helfen Leid zu lindern.
In den Städten haben wir große gelb-blaue Plakate fotografiert mit Aufschriften wie ungefähr "Vertraue Jesus und kämpfe für die Ukraine" (frei übersetzt) Die Bilder inkl. genauen Übersetzungen liefere ich noch nach).

Diese Tiefgläubigkeit und dieses Zeugnis vieler Ukrainer, auch in schwerster Not Ihr Leiden bei Gott unter Schmerzen abzugeben und sich dann getragen zu wissen, um schwere Entscheidungen zu treffen. Das hat mich ebenfalls sehr beeindruckt.

Unsere Dritte Erkenntnis:

Es ist tatsächlich so, dass in diesem Krieg niemand darauf wartet, dass Du in bester Absicht einen VW-Bus Hilfsmittel, die Du in Deinem Umfeld in voller Elan einsammelst, an die polnisch - ukrainische Grenze beförderst.
Es ist offensichtlich wahr, dass dort Berge von Hilfsgüter mehr oder weniger vergammeln, im günstigsten Fall jedenfalls nicht zielgerichtet die gedachten Empfänger erreicht. Es ist nur schade, dass uns deshalb schon einige Zuschriften erreicht haben, wo enttäuschte Menschen, die helfen wollten, fragen, ob denn diese Hilfe überhaupt gewollt und benötigt wird.
Wir möchten Euch allen Mut machen. Jede Hilfe wird gebraucht. Aber eben genau da, wo sie gebraucht wird. Und das ist eben nicht an der polnischen Grenze, sondern bei den einfachen Menschen im Inland, wie bei den beiden Gemeinden deren Geschwister unter Einsatz Ihres eigenen Lebens Ihre Männer an der Front unterstützen und die Verwundeten helfen zu versorgen, welche die Kinder aus den zerbombten Häusern retten, sie aufnehmen und betreuen. Menschen, welche all diese Arbeiten im Hintergrund tun, um Not und Leid unschuldig Betroffener zu verhindern. Wir haben solche Menschen in den letzten 3 Tagen persönlich in der Ukraine vor Ort kennengelernt und wir möchten Dich ermutigen: Diese Hilfe ist nicht umsonst. Sie ist mehr als notwendig, sie ist unser Zeugnis unsere Solidarität mit unseren Geschwistern in größter Not, die nicht in die Metro gehen können um für 8000,00 Euro einzukaufen.

Ich möchte Euch allen Danken für Eure Gaben und Gebete.

Wir sehen uns als verlängerten Arm von Euch Freunden, Geschwistern und Mitbetern. In den nächsten Tagen werde ich diese Reise noch zusammen mit Matthias und Konstantin als Life-project e.V. auswerten und auch abrechnen. Wir werden noch detaillierter und ausführlicher mit Bildern berichten und dokumentieren.
Wenn ihr mit uns seid, werden wir weiter machen.

Der Herr möge Euch reich segnen.

Danke HERR Jesus Christus für das Vorrecht, Deine gute Nachricht auf diese Weise zu verkünden.

 

IHM sei Die Ehre allein!

Ukraine News

Aktualisierung v. 28.03.1011:  Spendenstand für nächsten Transpport einschl. für den Kauf von Hilfsgütern: 8.061,54 Euro! Vielen Dank!
 
Wir bedanken und für die vielen Rückmeldungen und Anfragen bzgl. ukrainischen Personen oder Familien, welche wir auf dem Rückweg unseres Transportes  mitnehmen. Wir können momentan leider noch nicht sagen, ob wir eine Familie oder Einzelpersonen mit nach Deutschland zurückbringen. Dies werden wir erst kurz vor der Abfahrt wissen.

Wir danken Euch für Eure Bereitschaft, Menschen aufzunehmen und werden versuchen, unsere Unterbringungsmöglichkeiten zu berücksichtigen. Inwieweit dies mölich ist, können wir im Moment noch nicht sagen.

Vielen Dank für Eure Gebete und Eure Anteilnahme!

Unser Lager füllt sch langsam. Falls wir nicht alles in unseren Sprinter  bekommen, werden wir die Sachen für unseren nächsten Transport zwischenlagern.

Was wir noch dringend suchen, wäre Verbandsmaterial !! Falls jemand eine günstige Quelle kennt, oder Beziehungen hat zu Hartmann oder ähnl. Firmen, bitte umgehend melden! - 0172 7300577 (Gert Pohl) Danke!

 
 
Aktualisierung v. 23.03.2022: Organisation der Lieferkette bis Kiew steht!
Termin ist Abfahrt FREITAG / SAMSTAG 1./ 2. April.
Wir werden diesmal mit nur einem Sprinter, bepackt mit den gesammelten meist textilen Hilfsgütern starten. Alle Lebensmittel und Konserven werden kostengünstig vor der ukrainischen Grenze eingekauft werden. Das bedeutet, dass wir einen 4-stelligen Geldbetrag gegenüber der letzten Fahrt an Benzin und Diesel einsparen um mehr Lebensmittel zu bekommen. MIt den vorhandenen 9 Sitzplätzen können wir auf der Rückfahrt wieder einigen ukrainischen Menschen die beschwerliche Rückfahrt in überfüllten Bussen und Zügen erleichtern.
Wir werden  in der Ukraine einen Umschlagsplatz für Hilfsgüter südlich von Kiew anfahren, welchen unsere Gechwister dort schon eingerichtet haben. Hier werden wir uns mit den im Land beteiligten Gemeinden treffen um weitere Unterstüzung bis zum Kriegsende und vor Allem auch darüber hinaus mit zu organisieren und unsere Hilfeleistungen, so weit wie möglich mit zu verfolgen und zu dokumentieren. Angesichts der ernüchternden Berichte über verrottende Hilfsgüter an der polnischen Grenze und andererseits dem händeringenden Bedarf in den Krisenzentren, legen wir besonderes Augenmerk auf den Nachvollzug der Lieferketten bis zu den Empfängern. Zukünftig werden wir dann wieder an dem uns schon bekannten Umschlagsplatz in Rumänien nähe der ukrainischen Grenze einkaufen und anliefern können, wo unsere ukrainischen Geschwister dann darauf zugreifen können.
Wir planen auf eine langfristige Zusammenarbeit. Wir hoffen und beten, dass dieser Krieg bald zuende sein wird. Aber wir wissen auch, dass danach die mühsame Arbeit erst beginnt, wenn die Menschen zurückkommen werden. Ohne Arbeit, ohne Häuser, ohne soziale Strukturen und leidend unter dem Verlust Ihrer Angehörigen.
Wir wollen auch unsere Gemeinden und Geschwister vor Ort kennen lernen und die Menschen ermutigen und unterstützen, welche diese letzten Wegstrecken in den Kriegsgebieten ohne Rücksicht auf Ihr eigenes Wohlergehen zurücklegen.
Bitte betet für diese Männer, welche sich als Fahrer frewillig zur Verfügung stellen. Es sind meist Familienväter wie wir, die auf unseren HERRN vertrauen in dieser Zeit der Not im Land.
Viele ukrainische Frauen sortieren in den Umschlagplätzen die ankommenden Hilfsgüter und verpacken diese bedarfsgerecht in kleine Einheiten. Wir erwarten, dass wir hierzu in Kürze auch Bilder und Berichte an dieser Stelle hochladen können.

Einstweilen bleibt uns nur Euch allen zu danken für Eure tatkräftige Unterstützung, verbunden mit der Bitte auch weiterhin diese Möglichkeit der Hilfe in Euren Bekannten- und Freundeskreisen weiter zu tragen.

Danke für alle Gebete, und Gaben. Wir sind leider nur wenige Mitarbeiter und werden es kurzfristig nicht schaffen, jedem Spender persönlich danken zu können. Dafür haben wir diesen Blog eingerichtet, um Euch auf diese Weise detailliert zu unterichten. Wir werden dies aber in den Spendenbescheinigungen im nächsten Frühjahr nachholen, sofern Ihr eure Anschrift auf dem Überweisungsträger mit aufführt.

Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Orte oder Routen nennen oder detailliert beschreiben.

 
Aktualisierung v. 23.03.2022: Spendenstand für nächsten Transpport einschl. für den Kauf von Hilfsgütern: 7.411,54 Euro! Vielen Dank!

 

Aktualisierung v. 21.03.2022: Wir bekommen immer wieder Hinweise und Nachrichten weitergeleitet von (meist privaten) Gruppen, welche deprimierende Erfahrungen hauptsächlich an der überlasteten polnischen Grenze mit dem Umgang und Verbleib der Hilfsgüter machen und enttäuscht darüber berichten.
Wir haben dazu bereits weiter unten Stellung genommen in diesem Blog.
 
Aktualisierung 21.03.2022: Spendenstand  für nächsten Transport einschl. für den Kauf von Hilfsgütern: 6211,54 Euro! Vielen Dank!
Unser physisches Lager wächst zwar langsam aber stetig. Wir haben nun die Zusage von einem Aalener Gastro-Großhandel für einen großzügigen Einkaufs-Rabatt erhalten.
Zudem eröffnen sich gerade Möglichkeiten für den günstigen Großeinkauf von Lebensmittel-Konserven in Rumänien. Wir würden so einen 4-stelligen Betrag an Diesel samt 2 Fahrern einsparen, wenn wir über unsere rumänischen Geschwister vor Ort einkaufen. In diesem Fall würden wir nur mit 1 oder 2 Sprinter mit Sachspenden fahren und auf dem Rückweg Familien rücktransportieren.
Wir benötigten zudem noch 1 ehrenamtliche Person mit Tagesfreizeit, Telefon und Führerschein für organisatorische Dinge wie Stücklisten, Kommunikationsaufgaben und organisatorischem Talent. Bitte übers Kontaktformular melden!

Aktualisierung: 18.03.2023:
Aktuell geplanter nächster Hilfetransport: Vorraussichtlich übernächste Woche ab 28.03.2022.

Wir haben derzeit noch nicht genügend Decken und Schlafsäcke !!

Sachspenden wie Dauerkonserven und Winterkleidung wird Stand 18.03 noch benötigt. Die angeliefeten Mengen sind im Moment noch nicht ausreichend für einen Transport. Wir werden aber aufgrund des Geldeingangs auch einiges zukaufen können.
Wir danken Euch, wenn Ihr noch alte (gewaschene) Schlafsäcke und Decken in Euren Schränken findet und uns zur Verfügung stellen könnt.

Adressen der Sammelstellen und Bedafslisten in unserer Rubrik:
Hilfe fuer die Ukraine

Positiv ist, dass wie jedenfalls einen Sprinter zur Verfügung gestellt bekommen haben. Sogar mit Sitzplätzen, so dass wir in der Lage sind, wieder Familien aus verschiedenen Gemeinden in der Ukraine aufnehmen zu können.
Es haben sich auch freiwillige Fahrer gemeldet.

Betet mit, dass wir hier auch geeignete private Unterkünfte finden.

Aktualisierung 17.03.22_ 14:00: Spendenstand für den nächsten Transport einschl. für den Kauf von Hilfsgütern: 5.311,54 Euro! Vielen Dank!

Aktualisierung 15.03.22: Wir stehen im Netzwerk mit unseren Schw. Gmünder Gemeinden. Wenn zuviel oder nicht genügend Hilfsgüter zusammenkommen, werden evtl. übriggebliebene Kontingente auf den nächsten verfügbaren Transport verteilt, oder im anderen Fall von der Schw. Gmünder Gruppe übernommen.

Aktualisierung 15.03.22: Annahmeadresse siehe unten im Text:

Aktualisierung 14.03.22 Zahlendreher bei IBAN berichtigt. Die IBAN ist jetzt richtig angegeben. Siehe Text unten (Danke für den vielfältigen Hinweis)!

------------------------------------

Nachtrag Report unseres erste Hilfstransports in die Ukraine vom 2-5. März 2022 von Gert

01 Karte DE Austria Ungarn Rumänien

Mit 5 Kleintransporten, teilweise mit Anhänger und 9 Fahrern machten wir uns auf die Reise. Über München nach Wien in Österreich, Budapest in Ungarn und schließlich nach Rumänien über die Karpaten zu unseren Geschwistern in einer kleinen rumänische Stadt in Grenznähe zur Ukraine.

07 AusladenRumaenien

Kaum angekommen, konnten wir nach einer kurzen Vorstellungsrunde und gemeinsamen Gebets gleich ausladen und in einer Halle die Hilfsgüter grob vorsortieren. Trotz der kurzen Vorlaufzeit waren unsere Geschwister nicht nur gut vernetzt, sondern auch wirklich gut vorbereitet. Costya unser rumänischer Gastgeber spricht hervorragend english, so dass die Kommunikation wirklich problemlos war.

08 Hilfsgueter1

09 HilfsgueterKomplett

Nach knapp zwei Stunden war alles ausgeladen und unsere rumänischen Geschwister hatten bereits unser Essen vorbereitet.

10 Fertig DanachEssen zw01

Dankbar, zufrieden aber auch hungrig von der langen Fahrt, genossen wir die Gemeinschaft beim Essen.

11 UmladenGrenzeUkraine

Kaum waren wir fertig, kamen auch schon unsere rumänischen Geschwister von "Fight for Freedom" mit Ihrem LKW und wir konnten unsere Hilfsgüter direkt in den Transport-LKW in die Ukraine verladen helfen.
Ca. die Hälfte der Güter wurde am nächsten Morgen über die Grenze zu der uns bekannten Gemeinde in die Ukraine gefahren, welche die Verteilung in die nahe gelegenen Krisengebiete übernahmen bzw. organisierten.
Die andere Hälfte wurde anschließend in einen größeren Transport für die Hauptstadt Kiew nochmals umgeladen und kam dort sicher an.

12 Fluechtlinge retour1 ret zw01

Am nächsten Morgen, nach einer guten Nacht auf bequemen Matrazen bei unserer rumänischen Gastfamilie, fuhren einige von uns noch zur Grenze, um einige ukrainische Geschwister mit aufzunehmen für die Rückreise.
Auf dem Foto sehen wir eine Familie (ohne Mann) mit einem ungeborenen Kind und 5 weiteren Kindern, sowie ein verwandtes Mädchen, mit der wir uns gut in engl. unterhalten konnten.

13 Gastfamilie zw02

Hier ein Bild von unserer Ankunft. in Deutschland. unsere Familie aus Rumänien konnte bei russisch sprechenden Geschwistern aus der Gmünder Gemeinde aufgenommen werden. Weitere 4 Mädchen wurden aus dem Kriegsgebiet zu uns gebracht und fanden ebenfalls bei Geschwistern neuen Wohnraum.

Wir sind dankbar für das Vorrecht, in dieser Weise unseren Geschwistern helfen zu dürfen.

Danke sagen wir auch all unseren Geschwistern und allen Menschen und Helfern, ohne die diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre. Wir sind unserem Herrn dankbar, dass er die Herzen der Menschen bewegt und uns auf unserem Vorhaben Bewahrung und Gelingen geschenkt hat.
Danke für alle Gebete.

Dem Herrn die Ehre!

------------------------------------------

 

Wie können wir sinnvoll unsere Geschwister in der Ukraine und den Menschen dort helfen?

Viele Menschen und große und kleinere Gruppierungen möchten sich dieser Tage engagieren. Wir fühlen uns ohnmächtig und können doch nur zuschauen, wie in erreichbarer Autoentfernung Raketen den Menschen die Häuser und Existenzen wegbomben. Millionenfach wird menschliches Leid und Tragödien produziert. Weil ein Mann die Macht über Menschen und kriegerische Mittel bekommt und diese skrupellos einsetzt.
Jeder Mensch, unabhängig seines Glaubens und Weltanschauung entwickelt ein natürliches Bedürfnis den Millionen unschuldigen Kindern und Erwachsenen beizustehen und sinnvoll zu unterstützen.

Life-project. e.V arbeitet nunmehr seit ca. 30 Jahren in den Länder Zentralafrikas, die zum Armengürtel der Welt zählen. Wir sind vor Ort in ungezählten Reisen Hilfsprogrammen und humanitären Projekten begegnet, welche gut gemeint begonnen, stillschweigend oftmals in der Nutzlosigkeit buchstäblich vesandeten. Spätestens nach Abreise des letzten Akteurs bleibt meist nichts mehr übrig von der in den Spendenaufrufen werbewirksam verkündigten Nachhaltigkeit humanitärer Hilfe. Bilder von verotteten gespendeten Landmaschinen samt Traktoren in den Steppen der afrikanischen Savanne, deren Betriebszeit exakt nach Verbrauch der ersten Motorölfüllung abrupt mit Motorschaden auf einem Feld endete, oder Millionenschwere tolle Straßeninstandhaltungsprojekte in der zentralafrikanischen Republik, die nach Abzug der zuständigen Behörde und feierlichen Übergabe in afrikanische Hände innerhalb weniger Jahre sich in Nichts auflösten.

Was aber haben diese Erfahrungen aus Afrika mit der Situation in der Ukraine gemeinsam? Vermutlich praktisch sehr wenig.
Die Erkenntnis aber aus unseren eigenen Fehlern, aus denen auch wir heute noch lernen und aus den Begenungen mit vielen gut gemeinten Projekten vor Ort, ist jedoch auch für die Situation in der Ukraine hilfreich.

In den letzten Tagen erreichten mich ernüchternde aber auch glaubwürdige Mails und Videobotschaften von der polnischen Grenze. Menschen, die unseren Aufruf zur Hilfe gelesen haben, fragen nun berechtigter Weise nach der Sinnhaftigkeit von Hilfslieferungen, wenn an der polnischen Grenze zur westlichen Ukraine sich Hilfsgüter bergeweise im Freien stapeln, die offensichtlich niemand abholt. Die Behörden sind mit den ankommenden Flüchtlingsströmen überlastet und können sich nicht um den Weitertransport kümmern. Die Hilfslieferprojekte der Regierungsorganisationen sind offensichtlich nicht zuständig oder nicht darauf eingerichtet, zusätzlich private Kleinmengen mit an der Grenze aufzuladen. Und letzlich erfülltt dann noch eine fehlende Dokumentation der in den ganzen Kartons und Säcken verstauten Waren auch nicht die grundsätzlichsten Anforderungen einer sowieso nicht mehr durchführbaren Zollabwicklung. Die Kisten oder Säcke sind teilweise durchwühlt und teilweise wird geplündert und nach brauchbarem durchsucht.
Frustration der Helfer, die Spendengelder eingesammelt haben, mit persönlichem Engagement einen Weg von über 1000km auf sich nehmen und enttäuscht über die angeblich nicht benötigte Hilfe wieder zurückfahren. Wir bedauern, dies und möchten auch betonen, dass wir derzeit nicht sicher sagen können, wieviele der an der Grenze ankommenden Hilfslieferungen wirklich ans Ziel gelangen. Und wir wissen auch, dass das Engagement von vielen auch privaten Initiativen und Hilfsprojekte zu einem großen Teil sicher bei den Bedürftigen ankommt. Seid deshalb auch weiterhin ermutigt alle zu unterstützen, welche mit Herzblut solche Sammlungen organisieren und sich um die Ankunft bei den Empfängern bemühen. Offenichlich genügt es nicht, bis an die Grenze zu fahren und darauf zu hoffen, dass die Hilfsgüter in die Kriegsgebiete verbracht werden, wo sie auch dringend gebraucht werden.
Wie versuchen als Life-project sicher zu stellen, dass die Hilfe vor Ort auch da ankommt, wo sie gebraucht wird. Wir tun dies, indem wir mit Christengemeinden an der Südgrenze der Ukraine zu Rumänien und innerhalb der Ukraine direkt und indirekt zusammenarbeiten. In der Kürze der Zeit haben sich viele Christengemeinden in den Grenzgebieten sowohl auf ukrainischer Seite, als auch auf rumänischer Seite gut vernetzt und stellen eine funktionierende Verteiler-Struktur im Land und abseits der großen Hilfslieferungs- und Flüchtlingsströme über Polen und näher am Krisengebiet in der Ukraine zur Verfügung. Die durchgehende Verfolgbarkeit der Lieferkette bis zum Hilfeempfänger ist der Schlüssel für nachhaltige Hilfe die dringend nötig ist und dann auch ankommt.
Unsere erste Hilfslieferung die wir Anfang März (zusammen mit Lebenswerk Christusgemeinde Schw. Gmünd) durchführten (siehe auch hier weiter unten) hat uns ermutigt, diese Zusammenarbeit zu wiederholen und mehrere solche Transporte durchzuführen.

So konnten wir nicht nur nachvollziehen wohin die Hilfsgüter verbracht wurden, sondern wir erhielten auch Rückmeldungen einzelner Empfänger, wie diese verwendet wurden.

Angesichts der traurigen Berichte einerseits und des tatsächlich enormen Bedarfs andererseits, versuchen wir im Moment unsere nächste , sowie weitere Lieferungen noch besser zu strukturieren, zu kennzeichnen und den Weg der Hilfsgüter wo immer möglich bis zum Empfänger auch als Lieferkette zu dokumentieren. Dazu haben wir nun diesen Blog eingerichtet.
Wir möchten durch diesen Blog Transparenz schaffen. Möglichst allen Spendern, welche uns Sachspenden  und Geldmittel anvertrauen soll damit Gelegenheit gegeben werden, zeitnah unsere Aktivitäten und Transporte nachzuvollziehen.

Allen Akteure und auch Interessierte können in den nächsten Tagen durch einen Benutzerzugang eigene Beiträge mit Vorschlägen und Anregungen verfassen. Die Freischaltung erfolgt dann nach Sichtung durch einen Administrator, um Werbung und Spam, sowie unpassende Beiträge fernzuhalten.
Als Sprache wird Deutsch und English akzeptiert.

So hoffen und beten wir, dass das Kriegsgeschehen möglichst bald wieder in Frieden mündet, und gleichzeitig wir die Kraft von unserem Herrn und Gebet und finanziellen MIttel von Euch zu Verfügung gestellt bekommen, um so lange wie nötig diesen Dienst aufrecht zu erhalten
Nach unsere Erfahrungen wird die erste Hilfewelle in eine kontinuierliche beschwerlichere Arbeit münden, da wir Menschen uns eben auch an Situationen gewöhnen und von anderen Ereignissen überrollt werden. Doch selbst wenn die Kriegshandlungen vorbei sind, wird unsere Hilfe erst recht benötigt werden. Aufbau der Infrastrktur, die Menschen, deren Arbeitsstellen und Häuser zum großen Teil nicht mehr existieren, Familien deren Männer im Krieg gefallen sind u.s.w. Sie brauchen auch nach dem Krieg unsere Solidarität über Jahre.
Lassen wir also nicht nach. Wir benötigen auch hier neben Gebet und Liebe für die Menschen, vor Allem einen langen Atem.

Life-project e.V dankt allen Menschen die uns auch weiterhin unterstützen in Gebet, Sachspenden und finanziellen Mitteln.
Life-project kann dieses Werk nicht tun. Wir alle schon!

------------------------------------

Gedanken zum Krieg . Hat Dein Leben im Krieg eine Perspektive?

Fassungslos stehen wir Menschen vor den Bildern zerbombter Häuser und den Toten auf den Straßen in Mariupol. Denken  wir an den möglichen Fortgang dieses Krieges, stellt sich bei vielen Angst und Unsicherheit ein. Wenn wir nur daran denken dieser Krieg könnte Europe oder auch uns treffen!

Als Christen haben wir jedoch genau hier einen Vorteil in unserer Lebensperpektive.
Ja, das Liebesgebot Christi, unserem Nächsten in der Not ganz besonders in praktischer Hilfe beizustehen, und auch ganz besonders in diesen schweren Zeiten ist eines der biblischen Gebote die Nächstenliebe, welche uns auch als soziale Wesen kennzeichnen soll. Ja, und Gott sei Dank ist das nicht nur ein Merkmal von uns wiedergeborenen Christen. Nächstenliebe ist eine Gabe von Gott an alle Menschen. - Wenn sie denn diese Gabe auch alle in Anspruch nehmen würden!
Aber wo haben wir gläubige Christen wirklich einen entscheidenden Vorsprung? Wo liegt denn der Unterschied zwischen uns , die wir bekennen, dass wir von Geburt an Sünder sind und unsere Schwachheit und Sünde an das Kreuz von Jesus Christus tragen. Seine Vergebung durch sein Leiden annehmen und durch das Bad der (geistlichen) Wiedergeburt gem. seinem Wort z. B. in Joh. 3 V.5, zu seinen Kindern werden.

Es ist der Umgang mit dem Leid dieser Erde, die biblische Verheißung eines Gottes, der einen Plan mit dieser Welt, mit uns Menschen, mit seinen Kindern hat. Es ist die Perspektive für uns Menschen, die Ihm nachfolgen, die Gott vertrauen schenken. Der Schreiber den Hebräerbriefes schreibt über unseren Glauben in Hebr. 11.1: "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht".
Wenn Du diesen lebendigen Glauben persönlich annimmst, bekommt Dein Leben in diesem Moment eine völlig neue Perspektive.

Als ich vor ca. 30 Jahren zum lebendigen Glauben gekommen bin, bin ich immer noch Sünder geblieben und ich nehme auch heute noch jeden Tag Gottes Vergebung in Anspruch. Aber gleichzeitig habe ich diese Gewissheit der biblischen Hoffnung, dass ich als Kind Gottes eine ewige Perspektive ohne Leiden habe und der Sinn meines Lebens nicht hier mit meinem Tod auf dieser Erde endet!

Das Leiden bleibt auch weiterhin auf dieser Erde. Die Sünde nimmt auch weiterhin überhand und gemäß der biblischen Verheißung wird die Erde nach einer kurzen Zeit einer noch zukünftigen Trübsaal, nocheinmal aufblühen in einer tausendjährigen Friedensherrschaft um anschließend in einem großen Verwüstungskrieg vernichtet und von Gott völlig erneuert zu werden. Bibelleser wissen, dass Gott seine Verheißungen in der Vergangenheit wie in der Zukunft Wort für Wort einhält.
Warten wir also geduldig und voller Zuersicht auf einen neuen Himmel, eine neue Erde und ein neues Jerusalem.

Gott ist sicher kein Humanist. Er lässt die Sünde zu auf der Welt in der wir leben.  Seine Liebe aber zieht seine Kinder durch die Leiden dieser Zeit direkt in seine ewige Herrlichkeit.
Das ist die wirkliche Wende in unserer Lebensperspektive.

Die Bibel - Offenbarung Kapitel 21, Verse 1-8 sagt dazu:
1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. 7 Wer überwindet, der wird dies ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.
8 Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Hurer und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

Wir können sein Handeln nie völlig verstehen - Aber wir können es in unserem Herzen erfahren, wenn wir Ihm vertrauen!

Ich wünsche Euch den Frieden Gottes!

Gert